Wechselstanzplattenein bedeutender Faktor im Stanzprozess

CITO BoxLine

Eine Stanzplatte ist das fundamentale Bezugselement für den gesamten Stanzprozess. Beim Stanzen drückt die Stanzform entsprechend dem voreingestellten Stanzdruck mit ihren Schneidlinien gegen die Stanzplatte und sorgt für einen präzisen Schnitt und saubere Schnittkanten.

Die Grundlagen
– allgemeine Produktinformation

Durch eine sorgfältige Abstimmung des Härteverhältnisses zwischen Schneidlinie und Stanzblech wird die Standzeit von Schneidlinie und Stanzplatte erhöht und dadurch gleichzeitig Staub und die Bildung von Engelshaar reduziert.

Bei Stanzplatten wird grundsätzlich zwischen konventionellen Stanzplatten und den deutlich komplexeren, individuell angefertigten Stanz-Rill-Platten unterschieden.

Stanzplatten können als Träger für Rillzurichtungen oder Pertinaxmatrizen eingesetzt werden. Hierzu werden die Konturen passend zum Maschinenlayout geschnitten und die Stanzplatten können anschließend ohne weitere Bearbeitungsschritte an der Stanzmaschine eingesetzt werden.

Stanz-Rill-Platten werden durch Fräsen der Nutkanäle in die Stanzplatte hergestellt. Die Stanz-Rill-Platte überzeugt durch sehr kurze Rüstzeiten an der Maschine und sehr lange Laufzeiten durch geringen Verschleiß.

Das CITO-Portfolio
– optimale Lösungen für jeden Anspruch

Wechselstanzplatten werden bei CITO in unterschiedlichen Härtegraden angeboten (s. unten). Das Portfolio bietet alles aus einer Hand: BOBST OEM Wechselstanzplatten sowie angepasste Wechselstanzplatten für Stanzmaschinen aller gängigen Stanzmaschinenhersteller wie Heidelberg / MK, Koenig & Bauer / IBERICA, WPM, ASAHI, KAMA sowie für Stanztiegel.

Die Produktlinien:

CITO Cutting Plate 35

Diese Stanzplatte besteht aus dem bekannten BOBST OEM Rohmaterial und wird nach Kundenbedürfnissen für unterschiedliche Stanzmaschinen gelasert. Die CITO Cutting Plate 35 bietet die größte Formatauswahl im gesamten Portfolio. Auf Wunsch können Kunden individuelle Zeichnungen einreichen oder von CITO erstellen lassen. Damit ist die CITO Cutting Plate 35 ideal für höchste Flexibilität und die Realisierung individueller Anforderungen.

CITO Cutting Plate 35

BOBST OEM Cutting Plate

Die BOBST OEM Cutting Plate entspricht vollständig den originalen BOBST Artikeln. Sie ist damit die erste Wahl für BOBST Anwender: Für alle, die auf BOBST Maschinen setzen, empfiehlt CITO die BOBST OEM Cutting Plate. Die Platten sind in den unterschiedlichen Härtegraden 18 HRC, 35 HRC und 50 HRC erhältlich.

BOBST OEM Cutting Plate

CITO Cutting Plates 40+

Die CITO Cutting Plates 40+ zeichnen sich durch ein sehr gutes Finishing aus. Die Stanzmesser arbeiten sich deutlich weniger ein, was zu einer geringeren Gratbildung führt – und damit zu optimierten Schnittergebnissen und weniger Engelshaaren. Mit einer rund 50 % längeren Standzeit der Stanzplatten lassen sich die Kosten erheblich reduzieren. Die 40+ Platte verbindet Wirtschaftlichkeit mit Qualität und langer Haltbarkeit.

CITO Cutting Plates 40+
CITO Wechselstanzplatten

Die verschiedenen Typen
– unterschiedliche Härtegrade im Überblick

Weiche Wechselstanzplatten (18 HRC)

Weiche Wechselstanzplatten werden meist nur aus preislichen Gründen für Aufträge mit kürzeren Laufzeiten (bis zu 100.000 Bogen) verwendet, da die Platten durch die geringe Härte schnell verschleißen.

Mittelharte Wechselstanzplatten (35 und 40+ HRC)

Mittelharte Wechselstanzplatten sind die Standardplatten, die am häufigsten Anwendung finden. Sie eignen sich für Standzeiten bis zu 2.000.000 Bogen.

Harte Wechselstanzplatten (50 HRC)

Harte Wechselstanzplatten werden für spezielle Anforderungen, vor allem in Bezug auf die Kartonqualitäten, eingesetzt. Harte Kartonsorten wie Kraftkarton oder Karton mit einer speziellen Beschichtung, die mehr Schneidkraft erfordern, benötigen in der Regel eine Platte mit höherer Materialhärte, da ansonsten zu tief in die Platte geschnitten werden würde.

Die Charakteristika
– das macht eine gute Stanzplatte aus

Grundsätzlich sollten Wechselstanzplatten folgende technische Eigenschaften besitzen:

  • Sehr gute Planlage
  • Hohe Planparallelität
  • Perfekte Oberflächenqualität
  • Gratfreie Kanten

Die Bearbeitung
– das Fräsen der Stanz-Rill-Platten

Für das Fräsen von Stanzplatten sind Wechselstanzplatten mit höherer Härte die richtige Wahl. Zur Bearbeitung der Stanz-Rill-Platten werden spezielle Vollhartmetall-Fräser (VHM) verwendet, die besonders für das Trocken- oder Minimalmengen-Schmierverfahren geeignet sind. Da keine oder nur minimale Kühlschmierung verwendet wird, reduziert sich die Reinigungszeit der Wechselstanzplatten nach dem Fräsen erheblich.

Es können dabei zylindrische oder konische Fräser verwendet werden, wobei die konischen Fräser bevorzugt eingesetzt werden sollten. Durch den Einsatz der konischen Fräser lässt sich der Stanzbogen leichter aus dem Rillkanal ziehen und die Zugspannung im Bogen, insbesondere auf die Haltepunkte, wird reduziert.

Folgende Fräsparameter werden empfohlen:

  • Einspannlänge Fräser: 23 mm
  • Art der Einfahrt: Rampe 10
  • Einfahrtsgeschwindigkeit: 480 mm/min
  • Fräser-Vorschub: 3 m/min
  • Spindeldrehzahl: 27.000 U/min
  • Tiefenzustellung pro Durchgang: 0,125 mm

Die Kontrolle
– Prozesssicherheit durch Messgeräte

Um einen stabilen und reibungslosen Prozess sicherzustellen, sollte die Qualität der Nutkanäle in den Stanz-Rill-Platten überprüft werden. Nur durch die Kontrolle der Nutkanaltiefe und -breite kann die Genauigkeit im Stanzprozess gewährleistet werden. Auch bei Wiederholaufträgen kann damit der Verschleiß der Platten und der Zustand der Nutkanäle überprüft werden.

Das Zubehör
– optimal ausgestattet für leichteres Handling

Der Vakuumlifter, ein praktisches Zubehör, erleichtert das Handling und den Transport von Wechselstanzplatten. Ob beim Entnehmen der Stanzplatten aus der Transportkiste, beim Einlegen in die Stanzmaschine oder beim Transport zur Archivierung: Der Vakuumlifter ermöglicht ergonomisches Arbeiten und reduziert das Verletzungsrisiko.

PDF herunterladen